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Eine Kreativwoche der Kulturakademie 2013

Eine Woche Rust, beinahe jeder, der das hört, denkt an stundenlanges Anstehen, Achterbahn fahren und sich den Magen mit ungesundem Zeugs vollschlagen; aber keiner denkt an Labore, Forschen und interessante Workshops. Jetzt denken Sie wahrscheinlich, aha, und machen ein erstauntes Gesicht.
Diese eine Woche war so grandios, dass ich in diesem kurzen Bericht von diesem anderen `Rusterlebnis´ erzählen möchte:
Die Kulturakademie bietet seit vier Jahren Kreativwochen für je 20 Schülerinnen und Schüler aus Baden-Württemberg in den vier Bereichen Kunst, Musik, Literatur und Mint an. ( Mint ist eine Abkürzung für Mathe, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.)  Ich durfte mich – von der Schule aus - für den MINT-Bereich bewerben und bearbeitete eine der drei vorgeschlagenen Aufgaben. Meine Arbeitsprobe – ein wärmegedämmtes Haus in Form einer Schuhschachtel – schickte ich ein und hatte das Glück genommen zu werden.
In der letzten Woche der Sommerferien fand dann die erste Kreativwoche in Rust statt, die zweite folgt im Februar.
An diesem Montagmorgen traf ich das erste Mal die anderen Schülerinnen und Schüler vor dem Tipidorf in Rust. Nach einer Vorstellungsrunde und einem witzigen Theaterworkshop zum näher kennenlernen, durften wir in Gruppen zwei Stunden in den Europapark – Achterbahn fahren, Schlange stehen... Übernachtet haben wir in einem Gästehaus gleich neben dem Eingang des Europaparks. Wir hatten aus unserem Fenster eine sagenhafte Aussicht auf den Park.
Am nächsten Tag ging es dann richtig los: Es gab zwei Workshops. Einen für Holografie, das sind 3D Bilder, und einen zum Programmieren von Lego Mindstorms. Diese waren sehr interessant und spannend, und wir konnten viel praktisch arbeiten. Am Mittwoch machten wir einen Ausflug ins Technorama in Winterthur (Schweiz). Dort lauschten wir gespannt zwei sagenhaften Vorführungen, einer über Blitz und Donner und einer über Chemie. Auf dem Rückweg haben wir dann noch den Rheinfall bewundert, dann ging es aber schon wieder ab zum Abendessen. Am vorletzten Tag ging es mit dem Bus nach Freiburg. Dort haben wir die Universität besucht, das BIOSS (Centre for Biological Signalling Studies). Ich kann mir jetzt schon denken, dass Sie verwirrt die Augenbrauen hochziehen: Wir teilten uns dort in 5 Gruppen mit jeweils 4 Leuten. Jede Gruppe  hatte ein Thema, welches von einem Professor erklärt wurde. Danach durften wir gemeinsam Experimente machen, womit wir der Lösung oder Antwort auf die Problemstellung auf die Spur kamen. Ich war zum Beispiel in der Gruppe, die mit Experimenten und einem Laser-Mikroskop feststellten, wie Giftstoffe in menschliche Zellen eindringen. Es war dort echt cool und hat viel Spaß gemacht.
Am 5. und damit letzten Tag, der leider viel zu früh kam, bereiteten wir unsere Präsentation für unsere Eltern vor und mussten mit dem Gedanken klarkommen, dass wir all die netten Menschen, die wir gerade erst kennengelernt haben, erst wieder in einem halben Jahr zu Gesicht bekommen werden. Für mich war es ein wunderbares Ereignis und ich freue mich schon auf die zweite Woche.      

Helen Z.     

Letzte Änderung: 27.11.2013