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Der Vortragsabend der Stipendiatinnen und Stipendiaten 2014

Immer wieder dürfen Schülerinnen und Schüler mit besonderen Leistungen oder besonderem Interesse an verschiedenen Projekten teilnehmen, bei denen sie mehr über ihr Fachgebiet erfahren. Auch dieses Jahr hatten sechs Schülerinnen und Schüler des Georgii-Gymnasiums diese Möglichkeit. An einem Vortragsabend, welchen Frau Raff eröffnete, indem sie jede Schülerin und jeden Schüler einzeln vorstellte, berichteten sie über ihre Erlebnisse und Ergebnisse. Sie konnten einen kurzen Einblick geben, was sie alles gelernt hatten, und vielleicht andere Schüler motivieren sich auch zu bewerben.

Helen Z. (Klasse 8) eröffnete die Präsentation mit der Vorstellung ihres Projekts „Kreativwochen der Kulturakademie der Stiftung Kinderland Baden-Württemberg im Bereich MINT“. Um bei dieser naturwissenschaftlichen Woche teilzunehmen, musste sie eine  Aufgabe zur Wärmedämmung lösen. Sie baute aus einem Schuhkarton verschiedene Dämmungskonstruktionen eines Hauses nach, um zu testen, wie man am besten Wärmeenergie sparen kann. Mit Zeitung, Wolle und Moos erfüllte sie diese Aufgabe und schaffte es, damit für die Kreativwoche zugelassen zu werden. Diese fand schließlich in Rust statt, wo ihr und den anderen Teilnehmern eine vielfältige Auswahl an Aktivitäten angeboten wurde. Somit besuchte sie einen Theaterworkshop, einen Holographieworkshop, einen Lego-Mindstorm-Workshop, das Technorama und die Universität Freiburg, in der sie mehr über das BIOSS Centre erfuhr. Die zweite Kreativwoche, an der Helen nochmal teilnehmen darf, findet dieses Jahr in den Faschingsferien statt.

Auch Anna (Klasse 10) beschäftigte sich an mehreren Wochenenden mit Naturwissenschaften, indem sie am „Girls´ Campus“ der Robert Bosch Stiftung teilnahm. Dort lernte sie viel über die diversity (kreative Vielfalt) bei Bosch, die Automatisierungstechnik und anhand eines praktischen Beispiels (Firmenspiel), wie man in einer Firma schnell und günstig produzieren kann. Für ihre weitere Laufbahn bekam sie hilfreiche Tipps zur Körpersprache bei Präsentationen und ihr wurde beigebracht, wie sie ihre Stärken erkennen und Interessen aufzeigen kann. Außerdem hatte sie die Möglichkeit mit einem 3D-Drucker einen Würfel zu erstellen und auch zu drucken, wovon sie begeistert erzählte. Auch Anna darf nochmal an drei weiteren Treffen teilnehmen, welche sich mit Robotern, Akustikforschung und einem Sonnenkurs befassen.

Tassilo M. (Kursstufe 1) nahm im Mai 2013 an einer „Forschungsreise zum Nordkap des Instituts für Jugendmanagement Stiftung Heidelberg“ (Organisation: Master MINT) teil.  Er reiste 13 Tage lang mit einem Forschungsbus bis zum nördlichsten Punkt Europas (Nordkap) und erlebte die großartige Welt der Forschung, aber auch malerische Naturschauspiele, von welchen er noch heute schwärmt. Es gab verschiedene Forschungsteams, die sich auf verschiedene Bereiche spezialisierten. So war es vor allem für die Flora- und Faunagruppe ein Highlight, Rentiere und einen Elch gesichtet zu haben, für die Infrastrukturgruppe war der Straßenbau, der je nördlicher zunehmend mangelhafter wurde, interessant waren die Stadtführungen in Göteborg, Helsinki, Stockholm und Kopenhagen und vor allem für die Gruppe Sprache und Kultur von besonderer Bedeutung. Für die Gesamtpräsentation musste jeder Teilnehmer am Ende des Tages einen Bericht schreiben, in dem er die Forschungsergebnisse und Erlebnisse dokumentierte. Unter anderem erstellten sie Temperaturdiagramme, einen Pflanzenkatalog und führten Windmessungen und Umfragen in der Bevölkerung durch.

Christos V. (Kursstufe 1) beschäftigte sich im Unterschied zu den vorigen mit einem ganz anderen Thema, der Politik. Er besuchte die „Vorbilder Akademie“, ein Ferienangebot des Bundesministeriums für Bildung und Forschung für Jugendliche mit Migrationshintergrund. Auch dort gab es verschiedene Kurse, wobei er sich für Politikwissenschaften entschied. Der Tagesablauf war immer gleich, morgens wurde in den einzelnen Kursen gearbeitet, mittags konnte jeder Teilnehmer sein Können in einem Workshop mit den anderen teilen. Es gab beispielsweise Karate, Astronomie, Schach und Portraitzeichnen. Am Abend kamen Vorbilder aus den verschiedenen Bereichen, welche ihre politische Karriere vorstellten. Christos und sein Kurs führten in Bayreuth eine Umfrage durch über das politische Interesse, die Nutzung der Medien als Informationsquelle und die Bundestagswahlen. Ihre Ergebnisse präsentierten sie am Ende der Akademie mit anschaulichen Plakaten.

Wieder zurück zu den Naturwissenschaften: Lukas H. (Kursstufe 2) verbrachte am Ende des Schuljahres 2012/2013 eine Woche an der Goethe-Universität Frankfurt. Dort besuchte er den „Schülercampus“. Dieser soll bei der Berufswahl helfen, was unter anderem dadurch ermöglicht wird, dass während der Woche die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler zwischen den Studenten an der Universität sind. Es wird an verschiedenen Orten geforscht und experimentiert, und der Schülercampus soll auch für Frankfurt und die dortige Universität werben. Das Programm umfasst Kennenlernspiele, eine Einführung am Campus, eine Vorstellung der Fächer, Workshops, einen Ausflug in den Kletterpark, eine Stadtführung in Frankfurt und die Möglichkeit, dass man herausfinden kann, was man zum Beispiel mit einem Chemiestudium machen kann. Unter verschiedenen Schwerpunktthemen entschied sich Lukas für die Informatikgruppe. Zusammen mit anderen Schülern programmierte er dort einen Roboter, welchen sie autonom durch ein Labyrinth laufen ließen. Für Interessierte gibt es auch in diesem Jahr wieder einen Schülercampus in Frankfurt vom 6. bis 12. Juli 2014. Um teilnehmen zu können ist eine Schulempfehlung erforderlich. Weitere Informationen gibt es auf der Website.

Isabella H. (Kursstufe 2) beendete den Abend mit einem sehr ausführlichen Vortrag über ihre Erlebnisse. Im August 2013 besuchte sie den Kurs „Religion und Staat in der Antike“ an der Deutschen Schülerakademie. Dort gibt es aber nicht nur dieses eine, sondern viele verschiedene Kursangebote. Sie beschäftigte sich 16 Tage lang mit verschiedenen Bereichen der Religion. Dabei gab es vier große Blöcke. Block 1 handelte vom antiken Hellas, im Block 2 ging es um das römische Reich, im Block 3 um das Judentum und Block 4 behandelte die Spätantike. Diesen vierten Block über die Spätantike untersuchte Isabella vor allem. Begriffe wie Frühchristentum, Reformheidentum und Neuplatonismus standen auf dem Tagesprogramm und wurden ausführlich diskutiert. Die Kursarbeit dort hatte einen hohen Anspruch: es war wissenschaftliches Arbeiten auf akademischem Niveau erforderlich und es wurde eine gemeinsame Abschlusspublikation aller Kurse als Ziel gesetzt. Voller Begeisterung berichtete Isabella von ihrem Fachgebiet und betonte dabei, dass es trotz des primär eher „alten“ Themas einen Bezug zur Gegenwart gab, da zum Beispiel auch heute noch an vielen Orten die Frage besteht, inwieweit sich der Staat in die Kultur einmischen darf. Über die Akademie erzählte Isabella, dass sie in einem tollen Ambiente liegt, dass sie eine abwechslungsreiche Freizeitgestaltung bietet und dass es die Möglichkeit gibt, Menschen aus aller Welt zu begegnen.

Ein kurzes Schlusswort von Herr Scheffzek, in dem er sich bei allen sechs Schülerinnen und Schülern bedankte und auch ein wenig Stolz zeigte, rundete den Abend ab. Er betonte die „Diversität“, die während des Abends in vielen Bereichen auftrat, und er wollte die Schülerinnen und Schüler dazu ermuntern weiterzumachen.

Berrit C. und Talea B. (K1)

 

 

Letzte Änderung: 11.02.2015