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Die Mangoaktion am GG

- ein Beispiel für gelebtes soziales Engagement am Georgii

Am Montag nach den Pfingstferien duftete das Georgii - Gymnasium mal wieder intensiv nach leckeren Mangos. Seit 2011 findet am GG jährlich die sogenannte „Mangoaktion“ statt. Über den Eine-Welt-Kreis in Bernhausen werden fair gehandelte Mangos bester Qualität bezogen. Jeder - ob Schüler, Lehrer, Hausmeister, Sekretärin, Schulleiter… - kann beliebig viele Mangos zum Stückpreis von 2,50.- € bestellen. Die Mangos stammen aus der Region Orodara-Banfora in Burkina Faso, ca. 480 km von der Hauptstadt Ouagadougou entfernt, im Südwesten des Landes, an der Grenze zu Mali und Elfenbeinküste gelegen. Von hier aus werden die Mangos zum Flughafen nach Ougadougou gefahren und anschließend mit dem Flugzeug nach Luxemburg geflogen. Die Mangos kommen aus der Cooperative pour le Developpement de Fruits et Legumes de Ferkessedoudou (CDFL). Diese Cooperative ist Fairtrade zertifiziert von FLO-Cert. Mangos sind in dieser Region die Haupteinnahmequelle der Bauern
Zurück geht die Mangoaktion am GG auf die spontane Idee von Dagmar Schindler, als deren Tochter vom Religionsunterricht berichtete. Im Unterricht war ausgehend von dem Dokumentarfilm „Tausche Schule gegen Mangos“ über die Mangoaktion des evangelischen Kirchenbezirks Böblingen gesprochen worden, der seit 1989 jedes Jahr im April 90.000 Mangos aus Burkina Faso bezieht und mit Hilfe vieler Ehrenamtlicher zu Gunsten des Unterhalts christlicher Schulen in Burkina Faso verkauft. Dagmar Schindlers Idee war, unterstützt von Kathrin Kempert, auch am GG eine Mangoaktion zu etablieren.
Der Eine-Welt-Kreis in Bernhausen, zu dem Frau Schindler gehörte, steht schon seit Jahren in Kontakt mit der oben erwähnten Genossenschaft in Burkina Faso. Bei dieser Genossenschaft bekommen die Bauern 10 bis 15 Cent pro Mango mehr als auf dem heimischen Markt. Auf dem lokalen Markt sind lediglich 10 Cent je Mango zu erzielen. Viele Mangos können aber mangels Abnehmern und Transportmöglichkeiten gar nicht vermark-tet werden. Der durchschnittliche Tagesverdienst eines Bauern liegt bei 1-2 €. Das muss ausreichen, um seine Familie zu ernähren.
Mit allen Nebenkosten, wie z.B. Verpackung und Transport, bezahlt der Eine-Welt-Kreis für eine Frucht ca. 2.- €, doch am GG wird sie für 2,50.- € verkauft. Der dadurch erworbene Gewinn geht jeweils an ein Hilfsprojekt, welches von der SMV ausgesucht wird.
Im Jahr 2012 sah die Bilanz der Mangoaktion am GG beispielsweise folgender-maßen aus: Insgesamt wurden 245 Mangos gekauft. Dadurch wurde ein Erlös von  204, 08 €  erzielt. Dieses Geld kam einem Entwicklungsprojekt des Hilfswerks Misereor in Kenia und Tansania zugute, das sich besonders für Mädchen auf der Straße einsetzt. (http://www.misereor.de/projekte/%20projektpartnerschaften/maedchen-auf-der-strasse.html)
Im Jahr 2103 konnte folgende Bilanz gezogen werden: 13 Klassen und das Kollegium bestellten 224 Mangos. Es wurde ein Erlös von  191, 28.- €  erzielt. Dieses Geld ging an ein Solarprojekt in Mbinga, welches die SMV passend zum Schuljahresthema ausgesucht hatte. (http://www.sonne-ueber-mbinga.de/mbinga/%20solar/).
2014 erzielten wir einen Gewinn von 190.- €. Er wurde einem Misereor - Projekt in Brasilien gespendet. Das Projekt hatte zum Ziel, durch Bildung und Freizeit-möglichkeiten Kinder und Jugendliche in den Armenvierteln Rio de Janeiros von der Straße zu holen.
Als die Initiatorin unserer Mangoaktion im Jahre 2014 aus dem Raum Esslingen wegzog, konnte sie glücklicherweise Frau Petra Gauch als Nachfolgerin gewinnen, die sich seither engagiert für die Aktion einsetzt.
Wir sind sehr froh, dass wir jedes Jahr die herrlichen Mangos (Flugware) bekom-men und damit gleichzeitig viele Menschen unterstützen können. Wir danken allen, die sich an diesem Projekt beteiligen und hoffen auf viele weitere Jahre gelebten sozialen Engagements am Georgii.

Kathrin Kempert

Letzte Änderung: 03.04.2017

Foto:

Die Mangos sind da!