Georgii-Gymnasium Esslingen am NeckarGeorgii-Gymnasium Esslingen am Neckar

Projekt "Zeitung in der Schule"

Zeitungsprojekt der Klasse 10
Zeitungsprojekt der Klasse 10
Zeitungsprojekt der Klasse 10
Während des Vortrags...
Während des Vortrags...
Während des Vortrags...
...im Klassenzimmer
...im Klassenzimmer
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Chefredakteur der EZ an Esslinger Schule

Dr. Markus Bleistein besuchte das Georgii-Gymnasium

Esslingen: Der Chefredakteur der Esslinger Zeitung, Dr. Markus Bleistein, war am  12.03.09 im Rahmen des Projektes: Zeitung in der Schule zu Gast am Esslinger Georgii Gymnasium. Er besuchte dort die Klasse 10a für circa 1 Stunde und erzählte den Schülern einiges über den Beruf des Journalisten, den Ablauf des tragischen Amoklaufs von Winnenden und wie die Redaktion der EZ darauf reagierte und natürlich über die Zeitung allgemein.

Von Nicolai Jacob

Schülerstimmen zum Projekt "Zeitung in der Schule"

Der Chefredakteur kam an diesem Tag leicht gestresst in die Klasse, es war ein Tag nach dem tragischen Amoklauf in Winnenden. Dieser war auch das Gesprächsthema Nummer 1 unter den Schülern und so war für alle klar, worüber Herr Bleistein als Erstes erzählen sollte. ,,Für uns Redakteure war an diesem Tag sehr. sehr viel zu tun'', sagte Markus Bleistein. Er berichtete, dass am 11.03.09  gegen 10.30 eine EE-Meldung (was für „eilt eilt“ steht) die EZ erreichte. Als klar war, dass es sich um den Amoklauf handelte, schickte die Redaktion umgehend einen Redakteur vor Ort, der sich gut in Winnenden auskannte, um Näheres zu erfahren. Am nächsten Tag fand man vier zusätzliche Seiten über das Geschehen in der EZ, worin die schrecklichen Ereignisse und die Hintergründe sehr detailliert geschildert wurden, mit ersten Meinungen, Vermutungen über das Motiv, Gebäude- und Umgebungsplan der Schule, Einschätzungen eines Psychologen und einigen Bildern. „Wir mussten unser komplettes Layout verändern und man fand einige Sachen nicht mehr auf den gewohnten Plätzen'", sagte Bleistein.

"Uns hat das alles sehr mitgenommen und es war interessant zu hören, wie eine Zeitungsredaktion einen solchen Tag miterlebt,'' so ein Schüler. Wenn man die erste Seite der Bild und der der Esslinger Zeitung vom 12.03.09 vergleicht, stellt man fest, dass bei der BILD ein großes Bild von Tim K. abgebildet ist, bei der EZ zeigt ein Bild das Kerzenmeer vor der Schule in Winnenden. „Wir bekamen einen Anruf, bei dem uns auch ein Bild von Tim K. gegen  Geld angeboten wurde,'' sagte Bleistein, ,, wir gehen aber auf solche Angebote prinzipiell nicht ein.'' Es war eine lange Nacht für die Redakteure, bis die Zeitung letztendlich druckfertig war. Es wurde in der Redaktion nicht nur über das Bild auf der ersten Seite lange diskutiert, sondern auch über die Inhalte. Die Arbeitsatmosphäre, so Bleistein, ist an einem solchen schweren Tag sehr konzentriert. „Gescherzt wurde da nicht'', so der Chefredakteur.
Auch bei der Ausgabe am 12.3.2009 hatte der Chefredakteur nicht die alleinige Regie im Blatt, sondern alle Entscheidungen wurden – so wie das immer geschieht - im Team besprochen und diskutiert.
Herr Bleistein liest sich zwar alle Kommentare in jeder Ausgabe durch, akzeptiert aber auch solche, die nicht seiner Meinung entsprechen, wenn sie gut begründet sind.


Zur Person des Chefredakteurs erfuhr die Klasse folgendes:
Dr. Markus Bleistein hat nach seinem bestandenen Abitur zunächst eine Banklehre absolviert, ehe er dann Germanistik, Philosophie und Geschichte studierte. Danach war für ihn relativ schnell klar, dass er Redakteur werden möchte und so begann er mit verschiedenen Praktika unter anderem beim Bonner Anzeiger und der Zeitung Sonntag Aktuell. Der Journalismus ist ein sehr abwechslungsreicher Beruf, bei dem man stets Offenheit und Neugierde gegenüber neuen Dingen zeigen sollte. Außerdem sollte man auch Spaß daran haben über Menschen oder Dinge zu schreiben, welche einem anfangs vielleicht überhaupt nichts sagen. Unter Berücksichtung dieser Aspekte hat Herr Bleistein den Beruf gefunden, der ihn heute noch begeistert.