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Kloster Münsterschwarzach 2009

Nach einigem Hin- und herüberlegen, Taizé oder Kloster? Oder doch was anderes, haben wir – das heißt der RELI-NEIGUNGSKURS 2008 – 2010 – bestehend aus fünfzehn Schülerinnen und Schülern der vier Esslinger Gymnasien und unserer Lehrerin Frau Schütz - uns vor einigen Wochen entschieden, ein paar Tage in einem Kloster zu verbringen. Die Wahl fiel auf Münsterschwarzach, einem Benediktinerorden bei Würzburg. Die Anreise mit den drei Autos am 5.6.09 verlief trotz einiger Staus relativ problemlos. 

Unsere Vorstellung von mächtigen Steinmauern des Klosters und von alten Mönchen wurde „leider“ enttäuscht, und wir wurden vom jungen Bruder David im frisch renovierten Gästehaus, der Münsterklause, sehr freundlich empfangen. Nach Einrichten der Zimmer, Genießen des schönen Wetters am nahe gelegenen Main  und einem leckeren Abendessen, setzten wir uns im Klostermuseum zusammen und schauten den sogenannte Klosterfilm, um einmal einen Einblick in das Klosterleben und das Mönchsein zu bekommen. Mit unseren aufgekommenen Fragen konnten wir uns vertrauensvoll an Bruder David wenden. Ihn erlebten wir als sehr offen, sympathisch und lebensnah, was einige von uns nicht unbedingt erwartet haben.

Mönche haben fünf Mal am Tag Gebetszeiten, die wir mehr oder weniger regelmäßig besuchten. Beeindruckend war die Zeit, die die Mönche sich lassen um zu beten. Schön war, dass jeder zu allen Zeiten dabei sein konnte. Allerdings war es manchmal schade, dass vieles lateinisch war und man sich in die Gesangstechnik erst einlesen musste. Die Gebetszeiten waren in ihrer Art also durchaus gewöhnungsbedürftig.

Neben den Gebetszeiten haben wir durch eine Führung von Bruder David und weiteren Gesprächen mit ihm, einiges vom Kloster/-leben mitbekommen. Das Klostergelände ist erstaunlich groß: Mit eigener Buchhandlung und Verlag, einem großen Fair-trade-Laden, Gästehäusern, einem privaten Gymnasium, eigener Feuerwehr, einer Goldschmiede, Landwirtschaft und mehreren Hektar Land, sind die Mönche sicherlich gut beschäftigt. So verstanden wir was das labora im Grundsatz „ora et labora“ bedeutet.  

Wir selbst konnten es uns in den hellen Räumen unseres Gästehauses gut gehen lassen und genossen die Gemeinschaft bei leckerem Essen, spielen, unterhaltsamer Theaterimprovisation, singen und Filme schauen.
Nach der Rückreise am 07.06.2009 waren wir sicherlich alle um eine Erfahrung reicher. Sei es in theologischer Hinsicht oder in einer Erfahrung in der Gemeinschaft.

Dies machte Münster Schwarzach zu einer wirklich gelungenen kleinen Reise in eine Art heile Welt, die aber durch die wertvollen Gespräche mit Bruder David doch sehr viel mehr als gedacht mit unserem Alltag etwas zu tun hat. Mönche sind keine Heiligen, aber sie leben in einer Weise, die es wirklich wert ist, sie einmal mit zu erleben.

Kathrin R.

Letzte Änderung: 03.04.2017

Fotos

Kloster Münsterschwarzach