Georgii-Gymnasium Esslingen am NeckarGeorgii-Gymnasium Esslingen am Neckar
Aktuelles » Auszeichnung im Rahmen des Landespreises für Heimatforschung für den ehemaligen GG-Lehrer Alfred Hottenträger

Auszeichnung im Rahmen des Landespreises für Heimatforschung für den ehemaligen GG-Lehrer Alfred Hottenträger

Esslingen, 18.01.2020 (J.S.) – Der Landespreis für Heimatforschung ging zuletzt an sieben Autorinnen und Autoren, darunter auch Schülerinnen und Schüler, die sich ehrenamtlich mit lokalgeschichtlichen Fragestellungen ihrer Heimat beschäftigen. Aus 109 eingereichten Bewerbungen wurden die ausgezeichneten Arbeiten ausgewählt.

Der unabhängigen Jury gehörten Vertreterinnen und Vertreter des Landesausschusses Heimatpflege sowie Persönlichkeiten aus der Forschung und dem Schulbereich an. Neben den mit einem Preisgeld von insgesamt 11.000 Euro dotierten Auszeichnungen wurden auch acht Arbeiten mit Anerkennungsurkunden für das geleistete Engagement gewürdigt. Darunter auch die Arbeit es ehemaligen GG-Lehrers für Geschichte und Deutsch Alfred Hottenträger aus Baltmannsweiler mit dem Titel: „Dulce et decorum est … Die Gefallenen des Georgii-Gymnasiums Esslingen 1914 - 1919. Geschichte, Gedenken, Biografien“, erschienen in den Kleinen Schriften des Stadtarchivs Esslingen am Neckar Bd. 4, 2019. Das Buch wurde im Februar 2019 im Rahmen einer Präsentation in der Aula des Georgii-Gymnasiums der Öffentlichkeit vorgestellt (wir haben davon berichtet). Die Arbeit wird im Haus der Geschichte Baden-Württembergs in Stuttgart dokumentiert und archiviert.

Die Jury zeichnete das Werk mit folgender Würdigung aus:
„Studie eines ehemaligen Lehrers zur Schulgeschichte. Das Projekt startete 2010 gemeinsam mit Schülern, als eine Festschrift publiziert wurde, um die Hintergründe einer Gedenktafel für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Lehrer und Schüler des Gymnasiums in Esslingen zu erforschen. Der Autor konnte durch akribische Recherchen herausfinden, dass nicht „nur“ 66 Lehrer und Schüler, die auf der 1921 eingeweihten Gedenktafel erwähnt sind, durch Kriegsereignisse verstorben waren, sondern dass sich mindestens 155 gefallene Lehrer und Schüler nachweisen lassen. Umfangreiche und komplizierte personenbezogene Recherchen wie Fotos und Briefe aus Privatbesitz der Nachkommen führten zu diesem Ergebnis. Für die Veröffentlichung wurden aus den knapp 160 Biografien 14 ausgewählt, Schüler und Lehrer, deren Lebensläufe als markant, beispielhaft und dank der hervorragenden Aufarbeitung der Quellen ausführlich nachvollziehbar sind. Der Autor ist pensionierter Lehrer, seine Arbeit tadellos, das Werk preiswürdig mit einer Anerkennungsurkunde.“

„Gerade in Zeiten der Globalisierung, weltweiter Vernetzung und gestiegener Mobilität ist es wichtig, dass wir uns mit dem eigenen Lebensumfeld, mit Traditionen und unserer Geschichte vor Ort auseinandersetzen. Die ausgezeichneten Arbeiten tun dies in beeindruckender Weise“, sagte Kunststaatssekretärin Petra Olschowski bei der Preisverleihung im Festsaal des Winnender Schlosses. Sie betonte: „Kenntnis und Verstehen der eigenen Heimat sind wichtig für eine kulturelle Identitätsfindung. Die Heimatforschung trägt dazu bei, die Vielfalt örtlicher und regionaler Traditionen Baden-Württembergs – gerade in einem zusammenwachsenden Europa – bewusst zu machen. Sie kann zu einem tieferen Verständnis von Heimat führen und dazu beitragen, die Heimat anderer in Toleranz zu achten.“
https://mwk.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/landespreis-fuer-heimatforschung-2019/

Fotos von der Preisverleihung: https://mwk.baden-wuerttemberg.de/de/service/mediathek/media/mid/landespreis-fuer-heimatforschung-2019/

Alle Meldungen
Letzte Änderung: 18.01.2020

Bilder