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Bildende Kunst

Ausstellung des Neigungskurses 2015

Liebe Gäste,

seien Sie herzlich begrüßt von den Abiturienten des Neigungskurses Bildende Kunst  in diesem Haus,  das fast gleichzeitig mit dem Georgii-Gymnasium vor hundert Jahren ein Neubau war und nun auf ein neues Leben wartet. Mit unserer Anwesenheit schenken wir ihm schon einmal drei belebte Tage.

Unser herzlicher Dank für die Vermittlung dieser besonderen Räumlichkeiten gilt Herrn Dirk Rupp, Herr Rupp hat sowohl mit dem Georgii-Gymnasium wie auch mit der Stadt Esslingen viel zu tun. Herzlichen Dank Ihnen!

Gestern herrschte hier  geschäftiges Treiben. Alle, fast alle 19 Kursteilnehmer waren anwesend, unter dem Arm eine Staffelei und ein Bild auf Leinwand, in den Händen Rollen voller Zeichnungen und  Mappen , gefüllt mit Aquarellen. Aus dick gepolsterten Kisten wurden Ton- und Gipsfiguren entnommen und Podeste wurden geschleppt. Und dann ergab sich etwas Wunderbares: Alle wussten intuitiv, in welchem Raum welche Arbeiten ausgestellt werden sollten.
Die Architekturmodelle standen unbesprochen sofort im hellsten Zimmer, die kontrastreichen Kreidezeichnungen fanden sich im Zimmer mit den weißen Wänden und den großen dunklen Fenster- und Türrahmen. Die ausgezehrten Figuren nach Giacometti wurden in die Speisekammer gebannt und die Aquarelle kamen ins blaue Badezimmer – ganz logisch alles.
WIE dann alles gehängt und gestellt wurde, wurde mit viel künstlerischem Verstand entschieden. Ich war beeindruckt und gratuliere euch, liebe Kursteilnehmer, zu dieser Gemeinschaftsleistung. Als ich gestern Abend alle diese präsentierten Arbeiten beieinander sah, kam ich natürlich ins Nachdenken.
Was haben wir gemacht in den vergangenen zwei Schuljahren? Ordentlichen Unterricht? Oder haben wir etwas gewagt? Hattet ihr Herausforderungen, ist euch Neues gelungen? Oder seid ihr einfach zufrieden oder unzufrieden ohne genau sagen zu können warum? Ich wünsche euch und mir, dass euch gelungen ist, neue Perspektiven zu finden und dass ihr Mut habt, euch auf der Basis des Erfahrenen immer weiter zu entwickeln und künstlerisch neugierig zu sein.

Es gab Impulse auch von außerhalb der Schule: Das Künstlerpaar Regine Schaupp und Tim Heger luden drei Schülerinnen ein, in ihrem Film, der auch ausgezeichnet in dieses Haus passt, als Schauspielerinnen zu agieren. Der Film ist auch heute zu sehen. Herzlichen Dank, Regine Schaupp und Tim Heger!

Als wir uns mit Tadao Andos Architektur beschäftigten und die Schüler Architekturmodelle bauten, durften wir das Architekturbüro von Frau Thiele-Höfler und Herrn Höfler besuchen, auch Ihnen herzlichen Dank! Frau Thiele – Höfler brachte es sogar fertig, Paula einen Vortrag über den Architekturunterricht in der  Schule halten zu lassen, und zwar im Haus der Architekten in Stuttgart. Das war beeindruckend, Paula!

Dass wir nun heute hier Fotos und Malerei zum Thema „Selbstdarstellung und Verwandlung“ zeigen, ist der Beschäftigung  mit Rembrandts Selbstbildnissen und der amerikanischen Fotografin Cindy Sherman zu verdanken, die Modelle für ein Studentenwohnheim stehen im Zusammenhang mit den Idealen und dem Konzept des japanischen Architekten Tadao Ando, ebenso war es Andos  „Architektur der Wände“ und stereometrischen Körper, die die großen Architekturmalereien entstehen ließen.

„Figur und Abstraktion“ war unser drittes großes Thema, ihm zu verdanken sind die zeichnerischen, malerischen und plastischen Auseinandersetzungen mit der menschlichen Gestalt. Michelangelo, Rodin, Giacometti und Anthony Gormley waren die Künstler, die wir dafür studierten.

Liebe Besucher, wenn Sie Näheres über die Zusammenhänge wissen möchten, fragen Sie die Schülerinnen und Schüler, sie wissen genau Bescheid.
Liebe Eltern, freuen Sie sich an Ihren begabten erwachsenen Kindern!

Ich wünsche Ihnen allen einen guten Abend in unserer Ausstellung!

Sabine Weller

Letzte Änderung: 18.03.2017