Georgii-Gymnasium Esslingen am NeckarGeorgii-Gymnasium Esslingen am Neckar

Studienfahrt

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Berlinfahrt 2015

Am 13.07.2015 um 11:15 Uhr traf sich die Kursstufe 1 auf dem großen Platz vor dem ES in Esslingen, jeder bepackt mit Koffern für unsere Berlinfahrt. Herr Landfried stieg, wie ein Redner aus dem alten Rom, auf eine Bank, um uns die Informationen für die Fahrt zu geben.  Die gesamte Fahrt wurde er tatkräftig von Herrn Günzler, Frau Sieber, Frau Heeg, Frau Fuchs und Frau Hansmann unterstützt. Nachdem wir in Stuttgart in den Zug gestiegen und unsere Plätze gefunden hatten, begann unser „Abenteuer Berlin“.

In Berlin teilte Herr Landfried unsere Busfahrkärtchen aus und bläute uns ein, sie nicht zu verlieren. Jeder lachte, denn für gewöhnlich gab es immer jemanden, der diese verlieren würde. Dann fuhren wir in unser Hotel – das Meininger Hotel im Humboldthaus. Dieses Hotel lag mitten in Berlin, in der Nähe des Alexanderplatzes.
Dort wurden wir vom Hotelpersonal mit den Regeln des Hauses vertraut gemacht und die Zimmer verteilt. Die Zimmer waren klein, aber jedes Zimmer hatte sein eigenes Bad. Aufgrund dessen, dass man die Fenster nur kippen konnte, war es in vielen Zimmern trotz Dauerlüften sehr stickig. Das Essen im Hotel war allerdings wiederum sehr gut.
Den ersten Abend nutzten die Lehrer, um das Abendleben in Berlin zu genießen. Was dort genau passiert ist, steht jedoch unter höchster Geheimhaltung.
Die restlichen Abende hatten wir verschiedene Programmmöglichkeiten. Neben Kino und Theater gab es auch Poetry Slam und Improvisations Theater.
Am nächsten Tag gab es die ersten Wahlprogrammpunkte. Vier Museen standen uns zur Auswahl. Das technische Museum, das deutsche historische Museum, das Neue Museum und der Hamburger Bahnhof.

Am Mittwoch hatten wir die meiste Zeit frei und die Chance, Berlin eigenständig zu entdecken. Um 14:00 Uhr trafen wir uns am jüdischen Museum. Dieses aus der Luft betrachtet blitzförmige Gebäude, wurde im Kunst-Kurs von Frau Weller schon als Thema behandelt, sodass einige der Schüler bereits weitestgehend mit der Architektur des Gebäudes vertraut waren.

Am Donnerstag trafen sich alle Schüler und Lehrer vor dem Bundestag. Dort bekamen wir einen halbstündigen Vortrag über den Plenarsaal, die Sitzungen, die Platzverteilung und die verschiedenen Wahlverfahren. Aufgrund der Sommerpause konnten wir bedauerlicherweise keine Plenarsitzung live erleben.  Anschließend wurden wir von Markus Grübel, dem Esslinger CDU-Abgeordneten, in den Versammlungsraum der CDU geführt und konnten ihm dort Fragen stellen. Wir Schüler stellten Fragen, welche auf heutige politische Konflikte und Herrn Grübels diesbezüglichen Standpunkt als Politiker gerichtet waren. Aus zeitlichen Gründen mussten wir die Fragerunde jedoch vorzeitig beenden. Zuletzt führte uns Herr Grübel noch auf das Dach des Bundestages. Dort genossen wir die Aussicht über Berlin und erklommen den spiralförmigen Weg in der Kuppel hoch bis zur Spitze des Bundestages.

Am Freitag hatten die Schüler wieder die Wahl zwischen verschiedenen Programmen. Zum einen gab es eine Führung durch den Bundesrat mit einer Sitzung, welche die Schüler selbst führten. Zum anderen wurden zwei Stadtführungen angeboten. Eine zum Thema Obdachlose und die andere zum Thema Poesie in Ost und West.

Nachmittags fuhren alle zum gemeinsamen Programmpunkt, der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, einer ehemaligen Untersuchungshaftanstalt in der Zeit der DDR.
Dort wurden wir in Gruppen aufgeteilt und von verschiedenen Führern durch die Haftanstalt geführt. Faszinierend war, dass sich die Leiter der Untersuchungsanstalt in ihren eigenen Augen nie schuldig machten, da sie ausschließlich psychologische Folter anwandten, welche nicht nachzuweisen war. Schüler aus einer anderen Gruppe erzählten, dass ihre Führerin eine ehemalige Insassin von Hohenschönhausen war und so aus eigener Erfahrung vom Leben in der Haft berichten konnte.

Am letzten Tag fuhren wir um 12:30 Uhr am Berliner Hauptbahnhof los. Da es in unserer Verantwortung lag, allein zum Bahnhof kommen, war die Überraschung groß, als jeder rechtzeitig anwesend war. Gegen 20:15 Uhr waren wir wieder in Esslingen.
Die Fahrt war für alle ein schönes Erlebnis. Diejenigen die noch nie in Berlin waren, konnten die wichtigsten Sehenswürdigkeiten bestaunen und die, die schon einmal dort waren, fanden viel Neues, was nicht im Standartführer steht. Besonders positiv war, dass wir sehr viel freie Zeit hatten, um Berlin selber zu erleben. Die Selbstständigkeit gab uns das Gefühl, von den Lehrern mit Respekt behandelt zu werden. Bis auf wenige Ausnahmen kamen auch alle pünktlich zu den Treffpunkten und enttäuschten somit nicht das Vertrauen der Lehrer.

Maximiliane W. (K2)

Letzte Änderung: 16.05.2017

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